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Wintersport, ein unbeschwertes Vergnügen?

Wer einmal bei strahlendem Sonnenschein, blauen Himmel im glitzernden weißen Schnee vor traumhafter Bergkulisse den Hang hinuntergewedelt ist, den wird dieses Erlebnis so schnell nicht mehr loslassen. Skifahren gehört nach wie vor zu den beliebtesten Wintersportarten.

Derzeit üben in Deutschland etwa vier Millionen Menschen den alpinen Skilauf aktiv aus. Dazu kommen noch Snowboarder, Rodler, Langläufer und Winterwanderer. Gerade darum ist auch das Thema Sicherheit im Wintersport nicht zu vernachlässigen. Während allgemein ein Rückgang der Gesamtverletzungszahlen festzustellen ist, haben die Verletzungen im Kopf- und Schulterbereich zugenommen. Höhere Fahrgeschwindigkeiten im Zusammenwirken mit stark befahrenen Pisten sind vermutlich hierbei mitursächlich.

Kopfverletzungen könnten durch einen guten Skihelm deutlich gesenkt werden. Die Verantwortlichen der drei Skiverbände DSV, ÖSV und SSV empfehlen das Tragen eines Helmes, eine gesetzliche Helmpflicht halten sie jedoch nicht für erforderlich. Auch die Wintersportanbieter auf der Reisemesse Köln International im November zeigten sich beim Thema Helmpflicht eher zurückhaltend. Einig waren sie sich allerdings darin, dass Kinder Helme tragen sollten. Denn bei den kleinen Skifahrern ist die Wachstumsfuge am Kopf noch nicht geschlossen, was bei einem Sturz ein zusätzliches Verletzungsrisiko birgt. Allerdings sind Kinder, was das Skifahren angeht echte Naturtalente. Je früher sie anfangen, umso besser.

Wer von morgens bis nachmittags auf der Piste unterwegs ist, fordert seinem Körper einiges ab, tut aber auch viel für seine Fitness. Neben dem Oberkörper und den Schultern wird die komplette Beinmuskulatur trainiert und der Kalorienverbrauch ist beachtlich. Allerdings sollte man nicht untrainiert in den Wintersporturlaub fahren. Statistiken belegen, dass gerade in den frühen Vormittags- und späten Nachmittagsstunden die Verletzungshäufigkeit beim Skilaufen am höchsten ist. Dies ist meist auf einen mangelnden Trainingszustand und eine schnelle Ermüdung zurückzuführen. Sportwissenschaftler raten daher, mindestens acht Wochen vor dem Urlaub mit Kraft- und Ausdauertraining zu beginnen. Auf der sicheren Seite sind diejenigen, die ohnehin das ganze Jahr über Sport treiben.

Grundsätzlich gilt, dass man es in den ersten Tagen auf der Piste nicht übertreiben und bei Ermüdungserscheinungen lieber einen gemütlichen Stopp in der Hütte einlegen sollte. Und wer fit in den Skiurlaub fährt, auf den wartet ein unbeschwertes Vergnügen mit einem Erholungsfaktor, mit dem kein Sommer-Bade-Aufenthalt so schnell mithalten kann.

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