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Blaumeisen - die klugen und clownigen Flugkünstler haben jetzt Junge

In vielen Gärten wie diesem in Much kann man jetzt die eifrigen Fütterungsflüge der Blaumeisen beobachten. Blaumeisen sind die buntesten aller Meisen und der einzige blau-gelbe Vogel Europas. Sie sind nicht nur sehr lebhaft, sondern die reinsten Clowns. Die 11,5 Zentimeter großen Vögel wiegen nur zehn Gramm und werden durchschnittlich etwa fünf Jahre alt.
Als Höhlenbrüter nehmen sie besonders gerne Nistkästen an, da es nicht mehr genug hohle Bäume gibt. Bevor sie sie beziehen, kann man beobachten, wie die neue Heimstatt tagelang immer wieder inspiziert wird. Wurde sie für gut befunden, wird das Nest gebaut und im April geht es ans Brüten. Bis zu 15 Eier können bebrütet werden. Das dauert etwa 15 Tage, dann schlüpfen die Kleinen.
20 Tage lang sitzen die Nesthocker dann in ihrer Höhle und lassen sich von den Eltern groß füttern. Wenn die ursprünglich nackten Minis endlich Federn haben, werden sie flügge und man kann sie überall im Garten als Ästlinge bewundern. Es kann dann schon mal sein, dass sich eine kleine Blaumeise erschreckt und nach hinten herunterfällt. Die am Boden sitzenden Tiere werden dann weiterhin von den Eltern gefüttert. Darum sollte man sie nicht wegtragen, es sei denn, man möchte sie vor einer Katze in Sicherheit bringen. Dann kann man sie einfach auf einen höherliegenden Ast setzen. Dass die Eltern sie nicht mehr füttern, wenn Menschengeruch an ihnen ist, ist ein Gerücht.
Die Nahrung der Blaumeisen besteht aus kleinen Insekten, Larven, Spinnen und Sämereien. Im Winter werden sie kurzerhand zu Körnerfressern. Ständig in Bewegung, hangeln sie sich oftmals kopfüber an dünnen Zweigen entlang oder hängen an Meisenknödeln. Ansonsten turnen sie auch gerne in Birken und Erlen herum und haben es gelernt, Sonnenblumenkerne zu öffnen, indem sie sie mit ihren Füßen beim Aufpicken festhalten. In England haben sie sogar gelernt, die Aluminiumdeckel von Milchflaschen zu öffnen.



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