Direkt zum Hauptbereich

Kieler Woche 2010

Segelsport und Sommerfest

Kieler Woche 2010


Im 128. Jahr ihres Bestehens hat die Kieler Woche wieder rund drei Millionen Menschen aus mehr als 70 Nationen angezogen. Bei der zehntätigen Veranstaltung geht es jedoch nicht nur um die größte Segelregatta der Welt. Während im Olympiazentrum im Kieler Stadtteil Schilksee 4.500 Segler auf 1.750 Booten aller Klassen - angefangen vom Surfer bis zur großen Offshore-Yacht - um die ersten Plätze kämpften, wurde die Kieler Innenstadt und ihr kilometerlanges Hafengelände zum Pflaster für das größte Sommerfest Nordeuropas. „Die Kieler Woche ist Kultur pur", so Stadtpräsidentin Cathy Kietzer und Stadträtin Ute Berg im Namen der Stadt, für die die Großveranstaltung ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist. Zu den fast 2000 Veranstaltungen gehörten 300 Konzerte auf 16 Bühnen und 30 Kleinkünstler mit etwa 230 Auftritten.


Zu den Höhepunkten für Segelfans zählten neben den spannenden Regatten die Windjammerparade und die Vorstellung des schnellsten Segelschiffs der Welt, der von dem Franzosen Alain Thébault entwickelten „Hydroptére“, die im September 2009 den Rekord mit knapp 100 Stundenkilometern (51 Knoten) schaffte. Für die Windjammerparade versammelten sich am vorletzten Tag der Kieler Woche über 120 Großsegler und Segelschiffe bei leichtem Westwind zur geordneten Geschwaderfahrt auf der Kieler Förde. Den Abschluss bildete ein spektakuläres Höhenfeuerwerk.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Mahnender Mühlstein zog um nach Rom

Es ist war ein Moment, den er so nie mehr erleben wird, wie er sagt: der Besuch beim Papst und die Worte, die dieser zu ihm sprach. Denn es war keine normale Audienz, die Bruno Harich und Johannes Heibel in Rom erlebten. Der Bildhauer aus Neunkirchen-Seelscheid und der Vorsitzende der Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen aus Siershahn im Westerwald hatten ein besonderes Geschenk im Gepäck: einen 1,4 Tonnen schweren und 1,40 Meter großen Mühlstein. Als „Mahnender Mühlstein“ hatte dieser bereits eine zehnjährige Odyssee durch 31 deutsche Städte hinter sich und sollte nun seine letzte Station im Vatikan erhalten. „Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, dem wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde“, diese Worte aus dem Matthäus-Evangelium, Kap. 18, Vers 6, hatte der Papst mehrfach im Rahmen der Missbrauchs-Vorwürfe in der katholischen Kirche zitiert. D...

Das Märchen vom bösen Wolf

Oftmals werden sie verwechselt: Wölfe und Hunde. So erreichen Dietmar Birkhahn immer wieder Aufnahmen von vermeintlichen Wölfen, die sich als Hunde entpuppen. Dabei gibt es in Bezug auf das Verhalten riesige Unterschiede, wie der ehrenamtliche Wolfsberater des Landesamtes für Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) sagt. Wölfe sind nämlich scheu und meiden Begegnungen mit den Menschen – im Gegensatz etwa zu Wolfshunden. Die Kreuzungen zwischen Deutschem Schäferhund und Wolf wurden einst zu militärischen Zwecken gezüchtet und sind nicht ohne – indes aber selten in freier Wildbahn anzutreffen. „Seit den ersten Sichtungen 1999 hat es keinen einzigen Vorfall mit einem Menschen gegeben“, sagt der gelernte Elektroniker, der seit fünf Jahren auch Wolfsbotschafter des Nabu ist. „Ich war schon als Kind extremst interessiert an den Tieren“, begründet er sein Engagement, das derzeit sehr zeitaufwändig ist. Erst am Sonntag von einer Woche gab es einen, derzeit noch unbestätigten, Riss eines R...

Vorsicht vor dem heimischen Kraut

Eigentlich sieht es ganz hübsch aus, wenn es so gelb blüht. Und es ist – im Unterschied zu den sich immer weiter verbreitenden Neophyten wie Bärenklau oder Ambrosia – eine alte heimische Pflanze. Trotzdem ist es gefährlich. Die Rede ist vom Jakobskreuzkraut, das insbesondere Pferdebesitzer fürchten. „Das Jakobskreuzkraut ist überall verbreitet und eine wichtige Futterpflanze“, sagt Klaus Weddeling von der Biologischen Station Eitorf. Der Diplom-Biologe meint damit insbesondere Insekten wie den Jakobskreuzkraut-Bär, eine Schmetterlingsart, die auf der Pflanze lebt und sich deren Gift zunutze macht, um sich selbst vor Fraßfeinden zu schützen. Deswegen ist Weddeling auch dagegen, die Pflanze auszurotten, obwohl sie sich seit 2004 laut der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vermehrt ausbreitet. Erklärt wird das mit der Trockenheit und damit, dass sich die Samen früher in Wildsamenmischungen befanden, die nach Straßenbaumaßnahmen ausgestreut wurden. Aber die Pflanze hat ihre Tück...