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Liebe, Hass, Sexualität und Tod - Völkerball rockt Troisdorf

Der Saal ist in Dunkel gehüllt. Pünktlich um 20.30 Uhr erscheinen rechts und links der Bühne zwei Uhren. „Sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins“ und mit einem Knall öffnet sich der Vorhang und die unerbittliche tiefe und harte Stimme von René Anlauff ertönt. „Rammstein“ singt der Frontmann von Völkerball (https://www.voelkerball.eu) – der Auftakt zu einer zweistündigen Inszenierung aus Lichtshow, Pyroeffekten und Sound. 1100 Zuschauer sind zum dritten Konzert einer der besten Rammstein-Coverbands Deutschlands in die Troisdorfer Stadthalle gekommen. Im Jahr 2008 gegründet, feiert sie in diesem Jahr nach über 500 Shows und mehreren 100 000 Konzertbesuchern mit 60 Konzerten ihr zehnjähriges Bühnenjubiläum.



Unter ihrem Slogan „99 % Rammstein – 100 % Völkerball“ fesseln die sechs Musiker, die seit 2013 parallel unter dem Namen „Heldmaschine“ (http://www.heldmaschine.de) auch eigene Alben herausbringen, die Zuschauer - in der Regel zwischen 1000 und 3500 - bei den Konzerten. Dabei ist jewei…
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Aquaristik für Anfänger - oder eine Wissenschaft für sich

Aquarien wirken beruhigend, sind wie Fernsehen, sind interessant und in ihnen ist immer etwas los. Warum also nicht eins anschaffen, dachte ich mir. Bereits seit vergangenem Sommer stand in meinem Keller nämlich ein 60er-Aquarium, das ich auf dem Flohmarkt für 25 Euro erstanden hatte. Im Winter, wenn man draußen nicht viel anfangen kann, sollte es in Betrieb genommen werden. Die vergangenen beiden verregneten Wochenenden waren ideal dafür. Also gesagt, getan.

Zuerst ging es in einen Knauber-Markt, denn dort sollte es eine große Aquaristik-Abteilung geben. Tatsächlich, man wird fast erschlagen vom Angebot. Was es nicht alles gibt! Hatte ich es mir doch so einfach vorgestellt... Also erst einmal Sand und Kies für den Boden einpacken, dann eine Filteranlage und eine Heizung, damit es den Fischen nicht zu kalt wird. Südamerika sollte das Thema meines ersten Aquariums werden, wie mein Freund mir empfohlen hatte. Schwierig wurde es dann schon bei der Frage, welche Pflanzen denn aus Südamer…

Erst sterben die Insekten, dann die Menschen

„Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen.“ Das soll schon Einstein gesagt haben. Und wie es aussieht, kann die Menschheit diese These bald in der Praxis testen – zumindest wenn sie so weitermacht. Denn: Drei Viertel des Insektenbestandes in Deutschland sind in den letzten 30 Jahren verschwunden. In anderen Ländern sieht es nicht besser aus. Einige Wissenschaftler sprechen deshalb vom sechsten großen Arten- und Individuensterben auf unserem Planeten.

Die Gründe für den starken Insektenschwund sind vielschichtig. Doch die Ursache ist klar: die in der Landwirtschaft eingesetzten Chemikalien irritieren, betäuben oder töten die Insekten. Hans Hinrich Kaatz von der Naturwissenschaftlichen Fakultät in Halle führte unterschiedliche Tests an Honigbienen durch. Mit Roundup (Glyphosat), das im Ackerbau massenhaft als Unkrautvernichter eingesetzt wird, untersuchte er mit seinem Team die Auswirkungen. Die Forscher fanden heraus, dass bei Bienen dosisabhängig durc…

Bio-Obst kostenlos jetzt überall

Überall findet man derzeit Äpfel, Birnen und Pflaumen an den Bäumen. Trotz der Klage der Landwirte über die schlechte Korn-Ernte wird das Obst auf den vielen Streuobstwiesen jedoch nicht verarbeitet, sondern achtlos hängen oder liegen gelassen. Essbar ist es aber auch noch, wenn es herunter gefallen ist, weil es zumeist unversehrt im weichen Gras gelandet ist. Hinzu kommt, dass auf den Streuobstwiesen noch viele alte Apfel-Sorten wachsen, die nicht nur besonders schmackhaft sind, sondern sich auch gut lagern lassen, so dass man den ganzen Winter davon zehren kann.

Trotzdem kaufen viele ihr Obst auch derzeit weiterhin im Supermarkt. Dort hat die Schönheit der immer gleich aussehenden Äpfel und Birnen oder auch Zwetchgen jedoch ihren Preis. Laut Greenpeace sind 83 Prozent der konventionell produzierten Äpfel mit Pestiziden belastet. 60 Prozent enthalten sogar Pestizid-Cocktails von zwei bis acht Wirkstoffen. Einzig die teureren Bio-Äpfel sind komplett frei von Rückständen.

Stark mit …

Vorsicht vor dem heimischen Kraut

Eigentlich sieht es ganz hübsch aus, wenn es so gelb blüht. Und es ist – im Unterschied zu den sich immer weiter verbreitenden Neophyten wie Bärenklau oder Ambrosia – eine alte heimische Pflanze. Trotzdem ist es gefährlich. Die Rede ist vom Jakobskreuzkraut, das insbesondere Pferdebesitzer fürchten. „Das Jakobskreuzkraut ist überall verbreitet und eine wichtige Futterpflanze“, sagt Klaus Weddeling von der Biologischen Station Eitorf. Der Diplom-Biologe meint damit insbesondere Insekten wie den Jakobskreuzkraut-Bär, eine Schmetterlingsart, die auf der Pflanze lebt und sich deren Gift zunutze macht, um sich selbst vor Fraßfeinden zu schützen. Deswegen ist Weddeling auch dagegen, die Pflanze auszurotten, obwohl sie sich seit 2004 laut der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vermehrt ausbreitet. Erklärt wird das mit der Trockenheit und damit, dass sich die Samen früher in Wildsamenmischungen befanden, die nach Straßenbaumaßnahmen ausgestreut wurden.

Aber die Pflanze hat ihre Tücken…
Wie wird das Sommerwetter - heute ist Siebenschläfertag

"Wie das Wetter am Siebenschläfertag, es sieben Wochen bleiben mag", diese alte Bauernregel, die auf einen langen Schlaf der Gläubigen anspielt, beschäftigt noch heute viele Menschen. Sie geht zurück auf eine Legende, in der sieben Gläubige verfolgt wurden. Sie versteckten sich in einer Höhle vor dem römischen Kaiser Decius. Dieser hatte verlangt, dass die Gläubigen den heidnischen Göttern opferten, was sie aber nicht wollten.

Der Kaiser ließ nach ihnen suchen und sie wurden in der Höhle entdeckt, wo sie eingeschlafen waren. Er wollte sie lebendig begraben und ließ die Höhle mit einem großen Stein versperren. Aber ihr Gott wachte über sie und versetzte sie in einen langen Schlaf. Nach mehreren Jahrhunderten wurden die Sieben wiederentdeckt und erwachten. Überwältigt von der Geschichte ließ der neue Kaiser eine Kirche über der Höhle errichten. Die Gläubigen verfielen sodann in den ewigen Schlaf.

Was den Wahrheitsgehalt…

Wolf, Biber & Co.

Morgen, 3. März, ist der Tag des Artenschutzes. Zu diesem Anlass verweist der Deutsche Tierschutzbund auf zwei Tierarten, die erfolgreich in Deutschland wieder Fuß fassen konnten: Biber und Wolf haben sich seit einigen Jahren wieder etabliert und stehen heute unter Schutz. Das ist eigentlich ein Erfolg, aber es kommt immer wieder zu negativen Schlagzeilen, auch wenn viele die Tiere als Bereicherung ansehen.

Landwirte sorgen sich um ihre Schafe, Ziegen oder Rinder und Jäger sehen ihren Wildbestand gefährdet. Dämme, die von Bibern errichtet werden, lassen den Grundwasserspiegel steigen und kommen somit ebenfalls den Menschen in die Quere. Darum gibt es Menschen, die den Abschuss von Biber und Wolf fordern oder auch ihre Aufnahme ins Jagdrecht.

„Eine Herabsetzung des Schutzstatus wäre jedoch fatal und würden die jahrzehntelangen Bemühungen zum Schutz dieser Tierarten zunichte machen“, mahnt James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats beim Deutschen Tierschutzbund. „Bereits jetzt gibt…